KSK – Abgabepflicht

Seit es die KSK gibt, waren die Auftraggeber der selbständigen Künstler und Publizisten zur Beitragsabgabe verpflichtet. Entscheidend dabei ist nicht, ob der Beauftragte bei der KSK gemeldet ist. Unternehmer, die regelmäßig Verlage, Theater, Museen, Rundfunk, Fernsehen und auch Werbeagenturen beauftragen sind betroffen. Wer also regelmäßig Marketing betreibt, fällt schnell unter diese Regelung! Auch Webdesigner gehören danach zum Kreis der Künstler und Publizisten, wenn Sie Internetauftritte mitgestalten, programmieren und aktualisieren. Nur wenn es sich um einen einmaligen Auftrag handelt, zum Beispiel ein Firmenlogo gestalten, fällt keine Künstlersozialabgabe an.
Der Abgabesatz liegt derzeit bei 5,2% des gesamten Auftragsvolumen eines Jahres. Dazu gehören auch alle Auslagen und Nebenkosten wie Telefon- oder Materialkosten. Für die Anmeldung der Beiträge ist allein der Unternehmer verantwortlich. Dieser muss bis zum 31.03. des Folgejahres die Jahresmeldung der gezahlten Entgelte abgeben. Bei Nichtmeldung kann die KSK 5 Jahre lang nacherheben. Falls eine bewusste Unterlassung nachweisbar ist, droht ein Bußgeld von bis zu 50.000,00 EUR.

Nicht abgabepflichtig sind:
– Zahlungen an juristische Personen, Kommanditgesellschaften und GmbH & Co. KGs
– Die gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer
– Steuerfreie Aufwandsentschädigungen
– Entgelte, die im Rahmen der sogenannten Übungsleiterpauschale in Höhe von  max. 2400 EUR jährlich steuerfrei Aufwandsentschädigungen sind.
Dabei ist zu beachten, dass die oben genannten Personen zwar Ihre Auftraggeber entlasten, allerdings muss z. B. die GmbH selber auf die, an die selbständigen Künstler gezahlten Entgelte, die Abgabe zahlen. Auch die gezahlten Geschäftführergehälter sind, wenn nicht im Vertrag detaliert nach Leistungen aufgeführt, als Ganzes abgabepflichtig.

Quelle:
www.kuenstlersozialkasse.de

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