Künstlersozialversicherung ( KSV )

 

Selbständige, die erwerbsmäßig künstlerische oder publizierende Tätigkeiten ausüben, können bzw. müssen sich unter bestimmten Voraussetzungen in der Künstlersozialversicherung versichern.
Die Pflichtversicherung beinhaltet die Versicherungszweige der gesetzlichen Renten- Kranken- und sozialen Pflegeversicherung. Bei Antragsstellung wird unter anderem die Zugehörigkeit zu einem der Publizisten- oder Künstlerberufe von der Künstlersozialkasse (KSK) geprüft. Hierbei orientiert man sich an den typischen Berufsbildern. Als Künstler gilt, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst ausübt oder lehrt. Ein Musiklehrer gilt daher vom Namen her schon als Künstler. Der Kunsthandwerker hingegen, etwa ein Goldschmied oder Tätowierer nicht. Als Publizisten werden Journalisten und Schriftsteller bezeichnet. Weitere Voraussetzung ist die hauptberufliche Tätigkeit mit einem Arbeitseinkommen von mindestens 3.900,- € jährlich. Eine Befreiung ist in der Kranken- und Pflegeversicherung bei Höher verdienenden oder Berufsanfängern möglich. Der Beitragssatz für die Versicherten liegt derzeit bei etwa 19% des Arbeitseinkommens.
Die Finanzierung der Sozialversicherung sichern die abgabepflichtigen Kunst- und Publizistikverwerter und ein Bundeszuschuss.
Die sogenannten Verwerter, also Unternehmen die künstlerische Leistungen in Anspruch nehmen, zum Beispiel Verlage, Theater, Werbeagenturen und alle Unternehmen, die regelmäßig Leistungen von Künstlern oder Publizisten nutzen, gehören zum künstlersozialbgabepflichtigen Kreis.
Auch Unternehmen, die nur partiell in den von der KSK aufgeführten Branchen, Tätigkeiten beauftragen, können abgabepflichtig sein! Die Prüfung und Entscheidung darüber trifft die KSK.
Für die Berechnung der Abgabe gilt seit 2000 ein einheitlicher Abgabesatz. Dieser liegt 2014 bei 5,2% von den gezahlten Entgelten an selbständige Künstler und Publizisten innerhalb eines Kalenderjahres (§ 25 KSVG) .

Quelle:
www.kuenstlersozialkasse.de

 

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